• Darss
  • Der Beginn der Landschaft
  • Große Neugierde
  • Raummodelle
  • Hochplateau

  • Thema: Modelle und Bilder für Stadtregionen
    Lage: Fallstudien Rhein/Ruhr, Halle/Leipzig, Greater Helsinki
    Leistungen: Studien und Vorträge
    Status: in Bearbeitung, Fortschreibung diverser Studien (Stadtregionen in Deutschland TU Darmstadt, Wettbewerbsbeitrag zum Forschungsprojekt “Shrinking Cities” der Stiftung Bauhaus, Gastvorträge im “MetropolitanLab” Hafen-City-Universität Hamburg, Ausstellung ArchiLab Europe, FRAC Centre Orléans)

    Weltweit haben Städte, speziell große Städte und Stadtregionen, weite Territorien entwickelt, sogenannte “Greater-areas”, die kaum mit räumlichen Kriterien beschrieben werden können. Diese Territorien befinden sich in einer permanenten Transformation und ihre Grenzen sind nur schwer zu definieren. Ohne Zweifel spielen funktionierende Infrastrukturen eine entscheidende Rolle, in dem sie vernetzte geographische Räume erzeugen und allein durch ihre Existenz neue urbane Morphologien herausbilden.

    Abbildungen oben: Infrastruktur Rhein-Ruhr, nördlicher Bereich / Infrastruktur der “Knotenpunkte”  Düsseldorf/Neuss und Köln

    Gegenwärtige Urbanisierungsprozesse metropolitaner Regionen erzeugen meist keine größeren Städte sondern Landschaften, die weder urban noch ländlich im klassischen Sinne sind. Räumliche Ordnungen im Sinne traditioneller Raummodelle haben keinen Bestand.

    Abbildungen unten: Das Raummodell der Zentrale-Orte-Theorie von W. Christaller (1933)  / Raummodell für die zeitgenössische Verstädterung (I. Prigogine, 1977)

    Räumliche Leitbilder als Impulsgeber für eine strategische Regionalplanung

    Eine metropolitane Strategie aber, die sich nur auf funktionierende Transportsysteme stützt, bleibt unvollständig. Auch die Territorien außerhalb historischer Stadtzentren, die ”Greater-areas” verlangen nach einer definierbaren identifikationsstiftenden Repräsentation. Zahlreiche große Städte versuchen, eine kohärente Vision für ihre Territorien zu etablieren.

    Seit Mitte der 1990er Jahre gewannen Metropolregionen sowohl im planungswissenschaftlichen Diskurs als auch in der Praxis der Regionalentwicklung an Bedeutung: als Raumkategorie und Bezugsrahmen großräumlicher Verflechtungsanalysen, als Instrument der Raumentwicklung und – in Form des politisch-normativen Begriffs der Metropolregion – auch als Marke, die eine erhöhte Aufmerksamkeit für eine Stadtregion auf internationaler Ebene verspricht. Vor dem Hintergrund des Bedeutungsgewinnes kommunikativer Planungsprozesse lässt sich auch der Anspruch einer neuen gestalterisch-kommunikativen Qualität regionaler Strategien ableiten. Den zahlreichen Diskussionen und Diskursen über die Entwicklungspotentiale regionaler Bildgebung (nicht zu verwechseln mit Imagegebung) und dem fehlenden Raumbild der Metropolregion kommt hierbei eine zentrale Bedeutung zu. (Bornhorst, Schmid 2015)

    Abbildungen unten: Raumbild der Agglomeration: das bereits etablierte Raumbild der Randstad / Raumbild der Zentralstadt: Moskau, das bis vor Kurzem “gepflegte” Raumbild der Ringe / Größenvergleich: Randstad – Moskau – Greater Helsinki mit unserem Projekt ”Boundary Strips”.