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  • Thema: Wohnen am Wasser
    Lage: Hamburg-Wilhelmsburg
    Auftraggeber / Auslober: Stadt Hamburg, Bausparkasse Schwäbisch Hall
    Größe: 9.000 m² BGF
    Leistungen: Realisierungswettbewerb, Ankauf

    Wilhelmsburg ist ein aus städtebaulicher Sicht sehr facettenreicher Stadtteil Hamburgs, in dem neben Gründerzeitvierteln, Zeilenwohnbauten der 1950er Jahre und Großsiedlungen der 1960er und 1970er Jahre auch Bauernhäuser am Deich inmitten von Kirschgärten sowie Industrie- und Hafenanlagen das Bild prägen. Diese Vielfalt vereint sich auf einer “Insel” zwischen Norder- und Süderelbe. Der Wettbewerb soll ein für den Stadtteil positives Signal setzen. Mit eigentumsorientierten Wohnformen kann der Nachfrage der Wilhelmsburger Bewohner entsprochen werden und bestehende Nachbarschaften und Familienzusammenhänge weiter gefestigt werden.

    Der Entwurf setzt sich zum Thema, die urbanen und naturräumlichen Qualitäten in Verbindung zu bringen. Die deutliche Ausbildung städtischer Räume sowie die Querdurchlässigkeit zum Ufer des Aßmannkanals bilden das städtebauliche Leitmotiv und prägen die Struktur des neuen Quartiers. Das die Charakteristik des Quartiers prägende Element ist nicht die sichtbar spezifische Wohnform, die individuell interpretiert werden kann, sondern die Ausbildung klar unterscheidbarer öffentlicher, nachbarschaftlicher und privater Innen- und Aussenräume.

    1 Stege zum Wasser
    Mehrere Fußwege stellen die direkte Verbindung des Stadtteils zum Wasser her und bilden die Erschliessung des neuen Quartiers. Das Quartier bleibt autofrei. An der Straße befinden sich Stellplätze unter Bäumen. Die Gassen sind breit genug, um bei Anlieferungen mit dem Auto befahren werden zu können.

    2 Nachbarschaften
    Private, halböffentliche und öffentliche Räume werden erkennbar unterschieden, städtische Dichte und Atmosphäre soll erlebbar sein. Die Wohnhäuser stehen sich gegenüber, im Zwischenraum entstehen zugehörige Höfe oder Gärten. Private Terrassen und Loggien verbinden die Häuser miteinander und schirmen die Höfe zum öffentlichen Raum ab.

    3 Freiräume und Grünkonzept
    Quartiersplatz und Quartiersgarten sind für jedermann zugänglich. Am Quartiersplatz befinden sich ein Café und ein Kiosk. Der Quartiersgarten mit Kinderspielplatz liegt am Wasser. Gewässertypische Bäume wie Schwarzerlen oder Silberpappeln werden schon am Eingang zum neuen Quarier gepflanzt. Der grüne Uferbereich des Kanals wird bis ins Quartier hinein erweitert. Ein lichter Bewuchs aus Birken läßt die Sicht auf den Kanal frei.

    4 Öffnung zum Ufer
    Der Bezug zum Wasser soll für möglichst viele Bewohner des Quartiers erlebbar sein. Die bogenförmige Gruppierung der Häuser um den Quartiersgarten, die Öffnung der Höfe zum Wasser und die öffentliche Durchwegung auf den  “Stegen” öffnet das neue Quartier zum Wasser.