• Koivusaari
  • Lübeck
  • Teheran
  • Berlin-Oberschöneweide
  • Almere
  • Helsinki
  • HH-Wilhelmsburg
  • Wiesbaden
  • Halle
  • Surrey
  • Prag
  • Berlin michelangelostraße
  • Thema: Gelände des ehemaligen zentralen Güterbahnhofs
    Lage: Lübeck
    Auftraggeber / Auslober: Europan Deutschland e.V., Stadt Lübeck
    Größe: 100.000 m² Planungsgebiet, 120.000 m² BGF
    Leistungen: Europan Wettbewerb für neue Architektur “Zwischenorte” – 1. Preis

    Das Gelände des zentralen Güterbahnhofs Lübecks liegt als städtebaulicher “Zwischenort” zwischen den Stadterweiterungen verschiendener Zeiten. Die vorhandene räumliche Zäsur unterbricht das städtische Kontinuum und wird negativ empfunden und bewertet. Das Projekt schlägt ein neues Quartier vor, das mit neuen städtebaulichen Morphologien und Funktionen ein Baustein im innerstädischen Gefüge wird, der sich nicht als isolierte Einheit darstellt, sondern die Strukturen der angrenzenden Quartiere aufnimmt und weiterentwickelt.

    Das vorhandene Problem der städtebaulichen Zäsur lässt sich wegen des zu erhaltenen Gleisfeldes nicht beseitigen. Der Entwurf sieht – zunächst vielleicht überraschend – vor, die Zäsur zu qualifizieren, in dem sie “multipliziert” wird. Aus dem nicht überbrückbaren Zwischenraum wird eine Abfolge mehrerer differenzierter Übergänge.

    Im zentralen Bereich des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes ist ein städtischer Park geplant, der einen offenen Raum frei lässt – vor der eindrucksvollen Silhouette der Lübecker Altstadt. Eine Reihe langer schmaler Baukörper besetzt den Zwischenraum zwischen dem neuen Park und dem Gleisfeld. Diese Gebäude bieten Raum für vielfältige Nutzungen. (Grafik: Lagepläne und Querschnitte der Gebäudetypen)

    Am gegenüberliegenden Rand des Parks, wo derzeit die bestehende Bebauung dem Güterbahnhofsgelände seine Rückseite zeigt, ist eine Reihe von Wohnhäusern geplant, die die städtebauliche Struktur so vervollständigt, dass eine Vorderseite entsteht. Die neuen Häuser bilden eine “Terrasse des Quartiers” zum neuen Park hin.