Wohnbaupotenziale - Städtebaulicher Entwurf “Wohnen an der Michelangelostraße” Berlin Pankow – Prenzlauer Berg

Berlin befindet sich in einer Phase starken Bevölkerungswachstums. Um der gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum genüge zu tun, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt gemeinsam mit den Berliner Bezirksämtern die Aufgabe übernommen, die noch verfügbaren Wohnbaupotenziale ausfindig zu machen und entsprechende Planungsverfahren zu deren Erschließung einzuleiten. Das Projekt “Wohnen an der Michelangelostraße” soll klären, in wie weit innerhalb der bestehenden Bebauungsstrukturen der 1950er bis 1970er Jahre neue Potenziale erschlossen werden können. Durch die strukturelle Ergänzung des Bestandes und gezielte Nachverdichtung sollen Möglichkeiten untersucht werden, um das Gebiet auch für neue Zielgruppen attraktiver zu machen. Grafik oben: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

Wohnbaupotenziale in Hamburg-Groß Borstel, Hamburg-WilhelmsburgHalle, Lübeck, Wiesbaden-Igstadt, Helsinki

 

Räumliche Leitbilder als Impulsgeber für eine strategische Regionalplanung – “Greater Helsinki 2050″

Seit Mitte der 1990er Jahre gewannen Metropolregionen sowohl im planungswissenschaftlichen Diskurs als auch in der Praxis der Regionalentwicklung an Bedeutung: als Raumkategorie und Bezugsrahmen großräumlicher Verflechtungsanalysen, als Instrument der Raumentwicklung und – in Form des politisch-normativen Begriffs der Metropolregion – auch als Marke, die eine erhöhte Aufmerksamkeit für eine Stadtregion auf internationaler Ebene verspricht. Vor dem Hintergrund des Bedeutungsgewinnes kommunikativer Planungsprozesse lässt sich auch der Anspruch einer neuen gestalterisch-kommunikativen Qualität regionaler Strategien ableiten. Den zahlreichen Diskussionen und Diskursen über die Entwicklungspotentiale regionaler Bildgebung (nicht zu verwechseln mit Imagegebung) und dem fehlenden Raumbild der Metropolregion kommt hierbei eine zentrale Bedeutung zu. (Bornhorst, Schmid 2015)

Gegenwärtige Urbanisierungsprozesse metropolitaner Regionen erzeugen meist keine größeren Städte sondern Landschaften, die weder urban noch ländlich im klassischen Sinne sind. Räumliche Ordnungen im Sinne traditioneller Raummodelle haben keinen Bestand. Statt jedoch nach ungeordneten – dem Bilde nach chaotischen – urbanen Strukturen zu suchen, die diese scheinbare Unordnung im Entwurf adaptieren, schlägt unser Entwurf für die Metropolregion Helsinki “Boundary Strips” neue räumliche Ordnungen vor, die identifizierbare Beziehungen zwischen urbanen Strukturen und Landschaftsräumen definieren.

Ungewohnt Wohnen - Quartier “De Eenvoud” in Almere

Unter dem Titel “Ungewohnt Wohnen” wurde die Idee, Häuser nicht im Rahmen des in den Niederlanden üblichen standardisierten Siedlungsbaus zu bauen, sondern entsprechend persönlicher Ideen und Wünsche einzelner Bauherren, in den Gründungsprozess der jungen niederländischen Stadt Almere implementiert. Seit 1982 fanden drei Wettbewerbsverfahren statt, die innovativen Planungen erfolgreich zur Umsetzung verhalfen. Nach einem vierten Wettbewerb wird das Quartier “De Eenvoud” (dt. “Die Einfachheit”) realisiert. Prämiert und zur Ausführung empfohlen wurden Entwürfe mit möglichst experimentellem Charakter, die nach ungewohnten Grundrissen, nach Verwendung ungewohnter Materialien und nach kostengünstigen, einfachen Konstruktionen suchten. Innerhalb des kleinen Quartiers mit 12 freistehenden Häusern konnten wir für unsere Bauherren das Projekt “Clearing” realisieren. Foto oben: Projektstart, Treffen der Gruppe “De Eenvoud” vor Ort. Foto: Arne Hansen