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  • Gebäude: Wiedererrichtung der Bauakademie Berlin
    Lage: Berlin-Mitte
    Auslober: BMUD, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
    Größe: 8750 qm HNF
    Leistungen: Programmwettbewerb, Anerkennung

    Mit der Wiedererrichtung der Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel soll ein Ort geschaffen werden, an dem sich die verschiedenen Aspekte des Planens und Bauens und der Stadtentwicklung nicht nur anschaulich darstellen lassen, sondern der auch Raum für eine lebhafte gesellschaftliche Diskussion bietet. Die Bauakademie soll – unter dem Motto “So viel Schinkel wie möglich” – Treffpunkt, Ausstellungsplattform und Werkstatt in Einem sein.

    Die Bauakademie als Stadtbaustein. So viel Schinkel wie möglich.

    Die Stadt Schinkels ist eine Stadt der Baukörper. Die Baukörper werden gleichsam zu Individuen, die sich zueinander verhalten. Die Baukörper befinden sich in Stadträumen, die Stadt als eine Bühne des öffentlichen Lebens interpretieren.

    So wie die Rekonstruktion eine architektonischen Objekts Konsequenzen hat für den städtebaulichen Diskurs, hat die politisch-städtebauliche Entscheidung für die Rekonstruktion eines architektonischen Ensembles Konsequenzen für den Umgang mit einzelnen Teilen des Ensembles.

    Die Rekonstruktion der architektonischen Hülle soll so weit wie möglich erfolgen. Wir halten es für erforderlich, das Erdgeschoss ohne Schwelle barrierefrei zugänglich zu machen und somit den offenen öffentlichen Charakter des Gebäudes zu betonen. Deshalb wird die Fassade des Erdgeschosses der neuen Nutzung angepasst werden müssen.



    Die Bauakademie als Konstruktion. So viel Schinkel wie möglich.

    Schinkels Bauakademie war der zentrale Bau der nationalen Bau- und Gewerbeausbildung, der polytechnischen Erziehung im allerweitesten Sinne. Das Gebäude ist zu einer Inkunabel geworden. Vorbild zahlreicher öffentlicher (Schul-) Gebäude. Als Skelettbau war der Kubus durch ein strenges Raster gegliedert.  Die großen Fenster signalisierten, dass hinter jedem der Teile in diesem Raster eigentlich eine Halle liegt. Und in diesen Hallen, die wir hinter den Fenstern wähnen, wurden die Schüler zu den verschiedenen Gewerken und vor allen Dingen zum Bauen ausgebildet.

    Schinkel löst als Ingenieur-Architekt die Flächen zwischen den Pilastern fast vollständig in Fensterflächen auf, so dass der Eindruck eines skeletthaften Gebäudes entsteht. Dieses Vorgehen ist durchaus als eine Vorwegnahme der modernen Rasterfassaden des 20. Jahrhunderts interpretierbar.

    Mit dem strukturellen Konzept der Bauakademie begibt sich Schinkel als “Ingenieur-Architekt” auf den Weg hin zur reinen Konstruktion. Der richtungslos offene Plan führt auf einem direkten Weg in die Moderne. Am Ende steht das Manifest einer Architektur der Neutralität, die offen ist für zukünftige Nutzungsformen. Eine Architektur des Prozesses.

    Die neue Bauakademie ist eine Interpretation des konstruktiven “schinkelschen Gerüstes”: Eine moderne Konstruktion, die einen möglichst frei bespielbaren Raum erzeugt. Das Schinkelsche Raster wird als offener gerasteter Grundriss interpretiert. Die neuen Nutzungen bespielen eine innenräumliche Stadtlandschaft.

    Interdisziplinarität. So viel Schinkel wie möglich.

    Schinkel war Architekt, Ingenieur, Städtebauer, Landschaftsgestalter, Bildender Künstler und Bühnenbildner, praktizierender Baugeschichtler (Schinkel als souveräner Anwender verschiedener Stile). Sein Anspruch auf “Universalität” und Erforschung der Zusammenhänge soll Nutzungsschwerpunkt der neuen Akademie sein: Erforschung der Zusammenhänge, Interdisziplinäres Lernen, Erzeugung von Synergien, Austausch der Disziplinen, Austausch von Professionen und Öffentlichkeit.



    Wer oder was produziert unseren Lebensraum? Wie sind Stadt und Landschaft gesellschaftstheoretisch zu begreifen? Stadt und Landschaft als eine spezifische Ebene gesellschaftlicher Wirklichkeit, als soziale Form, als spezifische Form.

    Die Akademie ist als offenes Haus konzipiert, als öffentlicher Ort von lokaler, regionaler, nationaler, internationaler Bedeutung. Die Akademie ist Ort der Diskussionen, Ort des kommunikativen Lernens. Besucher und Kooperierende profitieren von der Koexistenz der anderen Besucher und Kooperierenden.

    Die Akademie öffnet sich als Schaufenster der Fachdisziplinen zur Öffentlichkeit. Transparente Projektarbeit steht im Mittelpunkt. Experten und Öffentlichkeit lernen gemeinsam. Die Akademie ein Ort der kooperativen Ideenproduktion, ein politischer Ort.

    Wer plant die Planung? Wer produziert den Raum? Wie entsteht die gebaute Realität? Was wird innerhalb der Disziplinen erarbeitet und diskutiert? Die Gestaltung des Lebensraumes als gemeinschaftliches politisches Projekt.

    Die Nutzung des Hauses ist so organisiert, dass Verknüpfungen – auch unvorhersehbare – entstehen können. Das Gebäude verbindet unterschiedliche Funktionen wie Ausstellung, Bibliothek, Seminare, Werkstätten, Büros, Shops und Gastronomie zu einem vernetzten Komplex. Auf allen Geschossebenen gibt es öffentlich genutzte Flächen. Die Öffentlichkeit “durchdringt” das Gebäude. Das barrierefrei zugängliche Erdgeschoss wird zum “überdeckten Platzraum”. Öffentliche Nutzungen befinden sich vom Unterschoss über drei Obergeschosse bis zur Dachterrasse, die zu einem Platz auf dem Gebäude wird, einer Aussichtsterrasse, die einen neuen Treffpunkt und einen Veranstaltungsort inmitten des historischen Zentrums Berlins etabliert.

     

    Die Bauakademie soll den kreativen Umgang mit unterscherschiedlichen Veranstaltungsformaten und die flexible Kombination unterschiedlicher Formate ermöglichen. Der kreativer Umgang mit dem Raum setzt bauliche Rahmenbedingungen voraus, die den kreativen Umgang mit Formaten erlauben und fördern.

    Die räumliche Organisation ermöglicht zeitlich parallel verlaufende Formate, die organisatorisch und thematisch sowohl unabhängig voneinander sein können als auch Teil eines zusammengehörigen Themenkomplexes sein können. Die Inhalte können parallel mittels unterschiedlicher Formate bearbeitet und präsentiert werden.

    Nutzungsszenarien Untergeschoss

    • Forum im räumlicher Einheit mit dem Erdgeschoss, multifunktional nutzbar (Auditorium, Ausstellungen, Feste, Filmprogramm und Theater), Foyer- und Loungeflächen, Café
    • Konferenzbereich, zusammen mit dem Form als Tagungszentrum nutzbar
    • Service- und Nebenräume
    • Original- Fundamente (Bodendenkmal) als Bestandteil der zukünftigen Nutzung (Sicherung und Sichtbarkeit, Integration des Konferenzbereiches in die erhaltende räumliche Struktur)


    Nutzungsszenarien Erdgeschoss

    • öffentlicher Ort, schwellen- und barrierefrei, Vernetzung der Akademie mit dem Stadtraum, mit Nutzungen, die sowohl zur Akademie als auch zur Stadt gehören (Gastronomie und Shops).
    • Das Forum als zentraler Raum, multifunktional nutzbar (Auditorium, Ausstellungen, Feste, Filmprogramm und Theater)
    • Foyer- und Loungeflächen
    • Education (Spiel- und Lernort) mit Angebot von Kursen (Zeichnen, Modellieren, Entwerfen, Fotografieren), Treffpunkt für Stadtspaziergänge und Exkursionen in Berlin und Umgebung (Aufsuchen von Orten, Aufsuchen temporärer orts-spezifischer Interventionen, Workshops, Performances)
    • Kommerzielle Nutzungen mit thematischem Bezug zur Akademie, Gastronomie


    Nutzungsszenarien Obergeschoss 1

    • Fläche für Wechselausstellungen, teilbar


    Nutzungsszenarien Obergeschosse 2 und 3

    • Der eigentliche Arbeitsbereich der Akademie ist das kreative Herz des Gebäudes. Hier arbeiten die Leitung der Akademie, die kooperierenden Institute und Institutionen, externe Büros und Experten. Es geht hier um das Coworking im eigentlichen Sinne, das kreative Zusammenarbeiten aller Disziplinen, die für die Themen, Projekte und Programme der Akademie neue Dinge entwickeln. Dies kann dauerhaft oder temporär und projektbezogen sein.
    • Im räumlichen Zentrum steht eine Fläche als Projektwerkstatt zur Verfügung. Die Projektwerkstatt ist gleichzeitig der Raum für den Austausch der “Arbeitenden” mit den Besuchern der Akademie,  der Raum für Werkstatt-Ausstellungen, Workshops, Diskussionen und Symposien.


    Nutzungsszenarien Dachterrasse

    • Aussichtsterrasse, Ausstellungen, Theater und Performance, Kino

    Betriebskonzept

    Die Bauakademie soll den kreativen Umgang mit unterscherschiedlichen Veranstaltungsformaten und die flexible Kombination unterschiedlicher Formate ermöglichen. Der kreativer Umgang mit dem Raum setzt bauliche Rahmenbedingungen voraus, die den kreativen Umgang mit Formaten erlauben und fördern.

    Die räumliche Organisation ermöglicht zeitlich parallel verlaufende Formate, die organisatorisch und thematisch sowohl unabhängig voneinander sein können als auch Teil eines zusammengehörigen Themenkomplexes sein können. Die Inhalte können parallel mittels unterschiedlicher Formate bearbeitet und präsentiert werden.


    Vorträge und Konferenzen

    • Erdgeschoss und Untergeschoss als Tagungszentrum. Veranstaltungen können parallel stattfinden, in Verbindung mit Restaurant, Cafe, Lounge
    • Auditorium (Forum), Saal optional mit ansteigenden Sitzreihen (Teleskoptribüne), bis zu 300 Besucher, teilbar in 2 Säle
    • Tagungs- und Seminarräume, 8 Räume für jeweils 24 Teilnehmer, weitere Räume optional (temporär) im Untergeschoss
    • Tagungs- und Seminarräume im 2. und 3. Obergeschoss, in räumlicher Verbindung mit der Akademieleitung und den kooperierenden Instituten und Büros


    Feste und Empfänge

    • Forum (Saal ohne ausgefahrene Sitzreihen, 250 m²), in Verbindung mit Restaurant, Cafe, Lounge
    • Dachterrasse (1.750 m²)


    Ausstellungen

    • Ausstellungsfläche im 1. Obergeschoss (1.600 m²) für eigenproduzierte Wechselausstellungen oder Übernahmen nationaler / internationaler Institutionen, Ausstellungsdauer 3 Monate
    • Ausstellungsfläche im 2. Obergeschoss (500 m² + 300 m² Foyerfläche) für Werkstatt-Formate, die einen Einblick in laufende Projekte der Akademie geben, für “Experimente” und Workshops mit einer Dauer von 1 Tag / 1 Wochenende bis zu 4 Wochen.
    • optional Forum (Saal ohne ansteigende Sitzreihen, 250 m²)
    • optional Dachterrasse (1.750 m²)


    Kino, Theater, Performance

    • Forum (Saal mit ansteigenden Sitzreihen, 300 Besucher), in Verbindung mit Restaurant, Cafe, Lounge
    • Dachterrasse (1.750 m²)


    Education

    • Bibliothek, Mediathek: Kurse, Seminare, Workshops, Stadtspaziergänge, Exkursionen (EG, 320 m²)
    • optional Forum (mit oder ohne ansteigende Sitzreihen, 250 m²)
    • optional Werkstatt (2. OG, max. 500 m²)
    • optional Dachterrasse (1.750 m²)


    Projektarbeit

    • Flächen für Büroarbeit, Besprechungen, Werkstattarbeit der Akademieleitung, der kooperierenden Institute im 2. und 3. Obergeschoss (1.100 m² und 1.000 m², teilbar in jeweils 4 unabhängig voneinander erschlossene Einheiten), ständig kooperierende und projektbezogen kooperierende Institute (Zielgröße jeweils 50% der Arbeitsplätze bzw. zur Verfügung stehenden Fläche)
    • Interdisziplinäre Zusammenarbeit unter inhaltlicher und organisatorischer Verantwortung der Akademieleitung. Beteiligung von Instituten und Experten verschiedenster Disziplinen wie Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung, Ingenieurwissenschaften, Design, Bildende Künste, Kunst- und Baugeschichte, Archäologie, Ökologie, Mobilitätsforschung, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften und anderen.
    • Work-in-process Präsentationen für den Dialog mit der Öffentlichkeit oder Work-in-process Präsentationen als Kommunikationsplattform der kooperierenden Institute, mit einer Dauer von 1 Tag / 1 Wochenende bis zu 4 Wochen, Fläche für Workshops und Präsentationen 500 m².


    Gastronomie und Shops, externe Betreiber

    • Restaurant mit Flächen für Außengastronomie im Erdgeschoss (320 m² + Außenbereich)
    • Café im Untergeschoss (Tagungszentrum)
    • Café optional / temporär auf der Dachterrasse
    • Shops , Galerien, Offene Werkstätten (480 m²)